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5. Februar 2016

wie zärtlich aufgehauchte Küsse




welche Wonne, im Regen zu laufen ... 

das Gesicht währenddessen gen Himmel richten und bewusst die weichen Tropfen auf der Haut empfangen wie zärtlich aufgehauchte Küsse ...






"Wär' ich der Regen,
ich wollte mich legen
der Erde ans Herz ..."

aus dem Gedicht "Sehnsucht"
von Julius Mosen 
(1803 - 1867)




22. Januar 2016

Nur ihre rose steht in frischem glantz allein











"Sie, dennoch sie, mein licht! sie wil beständig seyn.
Ob die zeit sich gleich verändert und die sonne sich versteckt
Und die wüsten felder trauren und das feld mit schnee bedeckt,
Sie dennoch (wie sie schreibt) geht kein verändern ein. 
Die bäume sind entblößt, das wasser hart als stein, 
Der palläste göldne spitzen sind mit grauem reiffleckt, 
Aller blumen welcke blätter, die durchbeiste kält erschreckt. 
Nur ihre rose steht in frischem glantz allein; 
Warum doch wil ich hier verziehen, 
Wo nichts denn unlust ist und kalte winter-lufft, 
Weil sie mir noch, mein licht! zu ihren rosen rufft? 
Ade! ich muss von hinnen fliehen.
Wer länger schmachten wil in scharffer frostes-pein, 
Wenn ihm der frühling rufft, muss es nicht würdig seyn." 

Andreas Gryphius (1616 - 1664)

21. Januar 2016

meine "blaue Stunde"



ach, 
wie ich sie liebe ...
die kurzen Momente am Morgen
zwischen dem Nichtmehrdunkel
und dem Nochnichthell ...
der Traum ist geträumt und entschwindet ...
die Stunde schreitet voran ...





7:45 Uhr





18. Januar 2016

schaue nach dem einen Blatte








"Schaue nach dem einen Blatte,
hänge meine Hoffnung dran ..."

Zeile aus dem Lied "Letzte Hoffnung"
aus "Winterreise"


Liedtexte von Wilhelm Müller, 
Musik von Franz Schubert,
der dazu schrieb:

"Ich werde euch einen Zyklus schauerlicher Lieder vorsingen.
Ich bin begierig zu sehen, was ihr dazu sagt. 
Sie haben mich mehr angegriffen, als dies bei anderen der Fall war. 
Mir gefallen diese Lieder mehr als alle, und sie werden euch auch noch gefallen."