19. April 2014

Ostern







Vom Erdenstaub zu reinen, blauen Lüften
dringt weit der Blick in ersten Frühlingstagen,
und höher steigt der mächt'ge Sonnenwagen,
die Erde sehnt nach Blättern sich und Düften,

und heilige Geschichten uns dann sagen
was sich geahnet in des Herzens Klüften.
Er ist erstanden aus den Todesgrüften,
und wie vergebens war der Menschen Zagen,
ja so ersteht die Welt der Himmelsgaben
mit jedem Jahre neu, die Knospen brechen,
und nichts ist unsrer Liebe zu erhaben,
sie gibt uns alles in den Wonnebächen,
die nach dem Eingang Flur und Aug' durchgraben,
das Unsichtbarste will zum Lichte sprechen.




"Ostern" von Achim von Arnim (1781 - 1831)








wünsche allen
ein schönes Osterfest






17. April 2014

An den Flieder


















Flieder, blühst du,
stillt sich die Sehnsucht, –
lösest ganz leise die Flügel der Seele,
lähmst durch ein wonnig-weiches Ermüden
die vor Erwartung erregten Gedanken,
wandelnd Lust und Leid in lauter
blühendes, liebendes All-Empfinden.



aus dem Gedicht "An den Flieder"

von Karl Ernst Knodt (1856 - 1917)

 





6. April 2014








"Eine Blume, die sich erschließt, macht keinen Lärm dabei: Unbemerkt kommt alles, was Dauer haben soll, in dieser wechselnden, lärmvollen Welt."



Wilhelm Raabe
(1831 - 1910)

2. April 2014

'Sakura'





















































"Wir leben nur für den Augenblick,
in dem wir die Pracht der Kirschblüten bewundern." 

aus Japan